Ausstellungseröffnung in Tettnang

Bei strahlendem Sonnenschein wurde am 6. Mai 2018 unsere Ausstellung »ZOO MOCKBA – Aufbruch in die Moderne« in der Städtischen Galerie in Tettnang  eröffnet. In vier Räumen werden Fotografien historischer Spielzeugtiere gezeigt. Ein fünfter Raum ist den Biographien der sowjetischen Spielzeuggestalter vorbehalten. Eine Auswahl unserer originalen Objekte sind in Vitrinen zu sehen. Im Montfort-Museum, am anderen Ende der Altstadt, konnten wir zudem einen weiteren Raum mit Fotos und Objekten zu dieser Sonderausstellung gestalten. Wir danken sehr herzlich der engagierten Kulturmanagerin Natascha Bruns für ihren unermüdlichen Einsatz und ihre umfassende Hilfe, wie auch Museumsdirektor Dr. Florian Schneider und allen, die mit ihrer Arbeit zum Gelingen der Ausstellung beigetragen haben. Den Gästen der feierlichen Eröffnung konnten wir einiges zur Entstehung der Ausstellung erzählen. Dabei richteten wir unseren herzlichen Dank an Daria Soboleva, die von Sankt Petersburg aus diese Ausstellung maßgeblich unterstützt.

Vorwärts zu neuen Ufern

Das Bodenseefestival hat sich als das größte Kulturereignis im Dreiländereck zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz etabliert. Im Jahr 2018 steht das 30. Festival unter dem Motto: Russland – Vorwärts zu neuen Ufern. Unsere Ausstellung setzt dabei einen eigenen Akzent. Vom 6. Mai bis 10. Juni wird »ZOO MOCKBA« in der Städtischen Galerie im Schlosspark und im Montfortmuseum in Tettnang gezeigt. Mehr Informationen: bodenseefestival.de | Spectrum Kultur in Tettnang

»ZOO MOCKBA« im phanTECHNIKUM (9. Februar bis 14. Mai 2017)

In den wunderschönen Räumen des Technischen Landesmuseums Mecklenburg-Vorpommern wird unsere Ausstellung »ZOO MOCKBA – Aufbruch in die Moderne« erstmals in Deutschland präsentiert. Neue Objekte, Fotos und Informationstafeln erweitern die Ausstellung ganz wesentlich. Allen, die zum Gelingen beigetragen haben, danken wir sehr herzlich. Mehr Informationen: phanTECHNIKUM

 

Presse, Funk und Fernsehen

Die historischen Spielzeugtiere der Sowjetunion werden erstmals in einer umfassenden Ausstellung gezeigt. Die mediale Resonanz zu dem Thema ist sehr erfreulich. Dabei konnten wir deutlich machen, dass »ZOO MOCKBA« nicht nur eine fröhliche, bunte Spielzeugschau ist, sondern vor allem eine Ausstellung zu Design und Alltagskultur, in deren Mittelpunkt die Biographien der sowjetischen Spielzeuggestalter stehen.

»Spielzeug aus Holz? Schwierige Kindheit!«

Mit vollem Haus und bester Stimmung wurde die Ausstellung »ZOO MOCKBA – Aufbruch in die Moderne« im Technischen Landesmuseum PhanTechnikum eröffnet. Bürgermeister Thomas Beyer blickte mit feierlichen Worten in die eigene Vergangenheit und auch viele Besucher schwelgten in glücklichen Erinnerungen. Eine Dame aus Russland konnte sich sogar an ein Sprichwort ihrer Jugend erinnern: »Spielzeug aus Holz? Schwierige Kindheit!«. Spielzeug aus Plastik galt in jener Zeit auch in der Sowjetunion als Inbegriff von Wohlstand, Modernität und sozialer Akzeptanz. Vieles hat sich seither geändert.

Ausstellungsaufbau in Wismar

Die alte Hansestadt an der Ostsee empfing uns mit großen Plakaten des »ZOO MOCKBA«. Im Technischen Landesmuseum machten wir uns an den Ausstellungsaufbau. Dabei hatten wir tatkräftige Unterstützung von Direktor Andrej Quade und dem technischen Mitarbeiter Michael Clewinghaus. An dieser Stellen noch einmal unser ganz herzliches Dankeschön!

Einzigartige Unikate

Die Ausstellung ZOO MOCKBA präsentiert eine umfangreiche Kollektion historischer Spielzeugtiere aus Zelluloid, Plastik und Gummi. Die ältesten Objekte stammen aus den 1940er Jahren. Viele Sammlungsstücke dokumentieren gleichermaßen den hohen gestalterischen Anspruch, der dem Kinderspielzeug beigemessen wurde, wie auch die künstlerische Ausdruckskraft ihrer Schöpfer. Adolf Neystat arbeitete am staatlichen Institut für Spielzeuggestaltung in Moskau. Er schuf ca. 650 Modelle für Spielfiguren, die verschiedenen Firmen im gesamten Gebiet der Sowjetunion zur Verfügung gestellt wurden. In Kooperation mit Pädagogen und Therapeuten konzipierte das Institut auch therapeutisches Spielzeug. Neben vielen Tieren entwarf Adolf Neystat große Figuren zu bekannten Märchen (Pinocchio, Das bucklige Pferdchen, Die Schneekönigin, Der Hirsch mit dem goldenen Geweih, Dr. Aybolit), die vor allem für Kindergärten und Schulen bei integrativen Rollenspielen zum Einsatz kamen. Einhundert originale Entwurfsmodelle aus den 1970er und 1980er Jahren – aus Gips geformt und handbemalt – machte uns Adolf Neuystat zum Geschenk. Diese einzigartigen Unikate verleihen der Sammlung eine ganz besondere Bedeutung. Voll funktionsfähig in all ihren beweglichen Teilen, offenbaren sie die gestalterische und handwerkliche Meisterschaft des Künstlers.

Eine Ausstellung in der Heimatstadt

Der Bildhauer, Spielzeuggestalter und Schriftsteller Lev Razumovsky verstarb vor zehn Jahren. Im Sankt Petersburger »Museum der Kindheit in Leningrad« eröffnete am 10. Dezember 2016 zu seinen Ehren eine Ausstellung. Die Kuratorin Daria Soboleva stellt Razumovskys Spielzeug in den Mittelpunkt der Werkschau. Mit Unterstützung von Frau und Tochter, Elena und Maria Razumovskaya, werden neben seltenen Puppen, Tieren und Spielfiguren auch handgefertigte Modelle und originale Entwurfszeichnungen präsentiert. Daria Soboleva hat sich um die Geschichte des sowjetischen Spielzeugs sehr verdient gemacht. Sie hat mit ihrer Forschungsarbeit und ihren Publikationen die Schöpfer dieser vergangenen Spielwelt vor dem Vergessen bewahrt. Zudem steht sie verlässlich an unserer Seite und bietet ihre Unterstützung an, wo immer es möglich ist. Ohne Daria wäre unsere Ausstellung »ZOO MOCKBA« in dieser Weise undenkbar. So ist es eine große Freude heute aus Berlin nach Sankt Petersburg zu grüßen und auf den Bildern ihrer Razumovsky-Ausstellung den vertrauten Raum des Museums wieder zu sehen, wie auch Elena, Maria, Michail Worobjew und Irina Gumel, denen ich bei meiner Reise nach Sankt Petersburg persönlich begegnen durfte.

Premiere in Deutschland

Die Absolventen der Leningrader Kunsthochschule wagten ab Mitte der 1950er Jahre einen Aufbruch in die Moderne. Ihre fröhlichen Tiere aus buntem Kunststoff sind bis heute beispielgebend. Ab Februar 2017 wird unsere Ausstellung ZOO MOCKBA dies erstmals auch hierzulande dokumentieren. Für Themen wie Spielzeuggestaltung und Industriedesign ist das Technische Landesmuseum Mecklenburg-Vorpommern eine erste Adresse. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im phanTechnikum in der Hafenstadt Wismar.